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OSBAR Einreichung - rust

Posted by Felix Kronlage on Friday, November 27, 2015

Die Programmiersprache rust

Lustigerweise ist eine weitere Einreichung für den OSBAR auch etwas, mit dem ich gerade in Kiel Berührung hatte. Auf den Kieler Open Source und Linuxtagen hab ich einen Vortrag zu der Multiparadigmen-Programmiersprache Rust gehalten. Diese noch recht neue Programmiersprache wurde auch für den OSBAR als Kandidat eingereicht.

Rust wird unter anderem von Mozilla Research entwickelt. Der Anspruch von Rust ist das die Sprache möglichst sicher ist. Sicher in der Definition, das Konstrukte die zu Pufferüberläufen und Speicherzugriffsfehlern führen, unterbunden werden.

Ich hab mir in meinem Sommerurlaub Rust als alternative Sprache zur Implementierung von Systemservices und Komponenten wie zum Beispiel einer Re-Implementierung unseres cryptostored's (der eigentliche Kern unserer Software >>cryptorage<<) angesehen und war sofort begeistert. Wenn man mit Rust anfängt, lohnt sich ein Blick auf folgende Projekte bei GitHub:

Learning rust - eine Sammlung an Webadressen für einen guten Einstieg in Sprache sowie Awesome rust - eine typische Awesome-Liste (händisch kuratierte Liste an in diesem Kontext erwähnenswerten Komponenten).

Wer das Eco-System crates.io beobachtet oder den wöchentlichen Report auf This Week in Rust ließt wird feststellen das Rust eine sehr aktive und lebendige Community besitzt. Seit der Freigabe der Version 1.0 im Mai diesen Jahres gilt Rust auch als stabil. Im Backend setzt Rust auf die Compiler Unterbauarchitektur https://de.wikipedia.org/wiki/LLVM. Gerade für Einsteiger sei erwähnt, das die Community nicht nur aktiv sondern auch sehr hilfsbereit bei Einsteigerfragen ist.

Rust als Basistechnologie hat einige sehr innovative Ideen und Konzepte und wird - fälschlicherweise - auch manchmal als Konkurrent zu go gesehen. Ich muss sagen, das Rust sich für mich gerade als gutes Werkzeug für bestimmte Zwecke herauskristallisiert, ich aber insbesondere durch Vermischung der verschiedenen Paradigmen durchaus auch eine steile Lernkurve habe.

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OSBAR Einreichung - openATTIC

Posted by Felix Kronlage on Thursday, November 26, 2015

openATTIC - Open Source Storage

openATTIC ist mir tatsächlich erst vor kurzem auf den Kieler Open Source und Linuxtagen begegnet. Dort hat Lenz Grimmer einen Vortrag zu openATTIC und die Arbeiten an der neuen Version gehalten.

openATTIC ist eine Linux- und ZFS-basierende Storage-Distribution, komplett Open Source und wird massgeblich von der it novum aus Fulda entwickelt.

Den Vortrag hatte ich mir raugesucht, da wir auch immer wieder über das Thema Storage stolpern und in dem Bereich aktuell eine Menge Bewegung ist.

Umso erfreuter war ich als Jury-Mitglied für den OSBAR, die Einreichung von openATTIC zu sehen. Der OSBAR ist der Innovationspreis der OSB Alliance. "Innovation bei einem Fileserver Baukasten" mag der eine oder andere vielleicht jetzt denken.

Von dem Vortrag aus Kiel ist mir eine ganz bestimmte Funktionalität in Erinnerung geblieben. openATTIC 2 baut komplett auf eine moderne Applikationsarchitektur: Der Kern bietet nach aussen eine REST-API und das Webfrontend arbeitet als Klient gegen diese API. Dies ist eine Architektur die sich die letzten Jahre durchgesetzt hat, das eigentliche, aus meiner Sicht, innovative Feature:

Es gibt einen API-Rekorder.

Damit kann der Benutzer einen bestimmten Klick-Pfad innerhalb des WebUI aufzeichnen und bekommt die entsprechenden API-Aufrufe geliefert um diese in das Automatisierungswerkzeug der Wahl zu werfen. An sich eine simple Idee, aber so ist das mit Innovation ;)

Die Liste der weiteren Features in openATTIC lässt sich sehen - so ist Ceph und DRBD ebenso enthalten wie ein Multi-Node Management, wo alle openATTIC Knoten über eine zentrale Stelle verwaltet werden können. Fuer das naechste Storage Deployment werden wir jedenfalls openATTIC in Betracht ziehen.

Wer die Entwicklung um openATTIC verfolgen will, dem sei das Blog empfohlen.

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